das Grauen streckt seine Klauen aus
ooh, weck' mich aus meinem Albtraum auf
stalker
Montag, 23. April 2012
t wie therapie, t wie torn, t wie tot
und ich erinnere mich an meine erste stunde therapie. ich saß, um es mit ihren worten zu sagen, hinter einer glasscheibe, ließ mir nichts anmerken. dabei war sie längst kaputt. zersplittert. zu viele hatten steine hineingeworfen und gedacht, sie würden mir damit helfen. dabei machten sie nur alles schlimmer
ich atmete ein, ich hob die hände und ließ sie wieder sinken, ich wollte sagen, "ich interessiere mich nicht für mich selbst", ich dachte, das ist eine lüge, ich interessiere mich ausschließlich für mich selbst, und ist es das? dass da nämlich garnichts ist? nur die müdigkeit und die leeren, stillen tage, ein leben wie das der fische unter wasser und ein lachen ohne grund? ich wollte sagen "ich habe zu viele geschichten in mir", die machen mir das leben schwer. ich atmete ein und die therapeutin riss mund und augen auf und ich zog am seidenfaden des roten korallenarmbandes und der seidenfaden riss und die sechshundertfünfundsiebzig wutroten kleinen korallen platzten in einer funkelnden pracht von meinem handgelenk
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