der boden unter meinen nackten füßen ist eiskalt. ich zittere nicht, obwohl ich nur im t-shirt auf der terasse stehe. höre mich selbst pfeifend atmen. in meinem kopf immer dieselben zeilen
"so when does it start getting better, so far from home, the lights are fading out, just leave us all behind"
dabei bin ich zuhause.
das licht der kleinen gartenlampe ist wie festgefroren. das klicken meines feuerzeuges ist unerträglich laut in der stille, die mich umgibt. es ist weit nach mitternacht. es fängt an zu regnen, nur ein paar tropfen. ich spür sie nicht, höre nur. ich inhaliere so tief und lange, doch spür ich nichts..nur die eises kälte unter meinen füßen. ich puste den rauch hinaus, er füllt die luft komplett aus. ich tappe ein paar schritte richtung tür. eine motte fliegt an mir vorbei. ein paar momente für mich. ich muss sie nicht teilen, sie sind nur für mich. und ich merke, dass ich mehr davon will - und doch auch wieder nicht. ich erschricke vor der gestalt im fenster - ich selbst, zusammengesunken. meine schwarzen haare stehen wirr vom kopf ab, lassen mich irre aussehen. als ich wieder in mein warmes bett sinke, merke ich, dass ich es nicht mehr will. das leben. es hat eine regel für mich aufgestellt: ich atme - und dafür darf ich leben. nur hat mich niemand gefragt. und ich bin drauf und dran, einen pakt zu schließen, einen pakt mit dem tod - ich brauche den mut, dann darf ich sterben.

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