das Grauen streckt seine Klauen aus
ooh, weck' mich aus meinem Albtraum auf

stalker

Mittwoch, 27. Februar 2013


ein psalm salomos, den weltraumfahrern zu singen.
wir hauten ins weltall ab.
zu den wüsten des monds. versanken in ihrem staub.
lautlos verreckten
manche schon da. doch die meisten verkochten
in den bleidämpfen der merkurs, lösten sich auf
in den ölpfützen der venus, und
sogar auf dem mars fraß uns die sonne,
donnernd, radioaktiv und gelb
jupiter stank,
ein pfeilschnell rotierender methanbrei,
hing er so mächtig über uns,
das wir ganymed vollkotzten.
saturn bedachten wir mit flüchen.
was dann weiter kam, nicht der rede wert:
uranus, neptun
graugrünlich erfroren
über pluto und transpluto fielen die letzten
unanständigen witze
hatten wir doch längst die sonne mit sirius verwechselt,
sirius mit kanopus,
abgetrieben, trieben wir in die tiefen hinauf
einigen weißen sternen zu,
die wir gleichwohl nie erreichten,
längst schon mumien in unseren schiffen
verkrustet von unrat:
in den fratzen kein erinnern mehr
an die atmende erde.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen